Überblick: vom Klassenzimmer zum CL-Projekt

Die Veränderung des Lernumfelds und deren Auswirkungen auf die Weiterbildung.

In den vorhergehenden Artikeln haben wir die verschiedenen Formen des Lernens, die Entwicklung, die in den Organisationen in der Weiterbildung stattfindet vorgestellt. Die Beispiele gerade für das informelle Lernen sind auf große Resonanz gestoßen.

Zum Abschluß der kleinen Artikelserie hier ein Überblick über die vorgestellten Methoden. Die Grafik unten bringt es noch mal auf den Punkt:

Entwicklung

Bei dieser Darstellung spielt der Lernende und das veränderte Lernumfeld die Hauptrolle. Im Prinzip wird auf das veränderte Lernverhalten reagiert.

Viel schwieriger ist es für den Lehrenden. Im Klassenzimmer ist Fokus von allen beteiligten auf dem Lehrer (in) vorn gerichtet. Schon beim eLearning wird der Lehrende eher zum Tutor. Abhängig vom Interesse, der Zeit, der Alltagssituation, den aktuellen Anforderung im Betrieb usw. stellt sich der Lernende den eigenen Lehrplan zusammen.

Endgültig beim blended Learning muss der Lehrer zum Lernbegleiter mutieren. Die Arbeit für die Erstellung der eLearning Kurse ist erledigt und in den Präsenzveranstaltungen wird in der Gruppe diskutiert, das Gelernte angewendet und im Gespräch überprüft. Die klar strukturierte Unterrichtsstunde, die x-mal wiederholt werden und die auch den Lehrenden Sicherheit geben kann, gibt es nicht mehr. Das fordert eine höhere Methodenkompetenz.

Das Umdenken beim Corporate Learning ist noch größer. Corporate Learning hat eine veränderte Denk- und Handlungsweise zum Ziel. Das Lernen ist erst abgeschlossen, wenn der Transfer ins Arbeitsumfeld erfolgreich vollzogen wurde. Wesentlicher Bestandteil ist die Weitergabe von Erfahrungen, das Teilen von Wissen, das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen. Das reine Wissen und die Wissensvermittlung ist nur noch die Basis des Projekts, während im Klassenraum genau die im Vordergrund steht. Der Lehrende wird in der Präsenzveranstaltung zum Moderator, zum Lernbegleiter. Diese veränderte Rolle fordert vom Lehrenden ganz andere Methoden als im Klassenraum. Zusätzlich erfordert die Wissensvermittlung über eLearning nicht nur mehr Medienkompetenz sondern andere Formen der Aufbereitung und Bereitstellung des Lerninhalts. Die Veränderung ist für die Lehrenden wesentlich umfassender als für die Lernenden.

Das klingt alles sehr theoretisch. Deshalb zeigen wir in der nächsten Artikelserie wie ein CL-Projekt praktisch angegangen werden kann.

 

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