Veränderungen managen: 5 Anregungen

Im letzen Artikel ging es um die TOP 5 warum Veränderungen scheitern (siehe hierzu auch das Video rechts).

Bevor wir uns im nächsten Artikel mit den Methoden auseinandersetzen, hier noch einmal eine Blende auf die menschliche Seite von Veränderungsprozessen.

Wann immer ein Veränderungsprozess initiiert wird kommen Interessen ins Spiel und Ängste. Wird damit nicht sorgfältig umgegangen und diese Ängste ernst genommen und auch die Interessenslagen der Mitspieler sorgfältig geprüft, entstehen Widerstände, die die Umsetzung erheblich erschweren. Manchmal das ganze Vorhaben kippen. Der Versuch die Veränderungen mit Macht durchzudrücken hinterlässt häufig schwere Schäden in der Motivation und Loyalität der Mitarbeiter zum Unternehmen.

Es geht also immer um die Art wie Veränderungen umgesetzt werden. Es ist wichtig nicht in Veränderungsprozesse hinein zu stolpern, sondern sie aktiv und sorgsam mit den betroffenen Menschen zu gestalten.

Umgang mit Ihren Mitarbeitern

Wenn Sie mit ihren Mitarbeitern so sorgsam umgehen wie mit den übrigen Ressourcen ihrer Firma, wenn sie in der Öffentlichkeit als ehrlicher und kompetenter Partner auftreten, werden sie Erfolg haben.

Ein wichtiges Prinzip hierbei ist die Gleichwertigkeit. Damit ist die Kommunikation auf „Augenhöhe“ gemeint, also respektvoll und partnerschaftlich. Gleichwertig bedeutet nicht Gleichheit oder Gleichberechtigung. Unterschiedliche Qualifikationen und Erfahrungen sind ein fester Bestandteil der Arbeitsrealität. Auch unterschiedliche Kompetenzen und Entscheidungsbefugnisse. Es gilt im Veränderungsprozess die unterschiedlichen Fähigkeiten sinnvoll zu vernetzen. Gleichwertigkeit heißt konkret keine manipulativen Tricks! Keine Überrumpelung, keine Überlistung der Mitarbeiter. Transparenz und gradliniges konsequentes Verhalten ist gefordert.

Transparenz schafft Vertrauen. Dies gilt besonders für die Ziele und die Überprüfung der Zielerreichung.

Nach den TOP 5 warum Veränderungen scheitern. Hier 5 Anregungen wie sie Veränderungen besser managen.

  1. Setzen Sie Ziele, die den folgenden Grundsätzen genügen:
  • Ziele müssen messbar sein
  • Ziele müssen realisierbar sein
  • Ziele müssen allen bekannt sein  (Ziele die MA nicht kennen sind unwirksam im betrieblichen Alltag)
  • Ziele unterliegen einer Hierarchie  (Oberziele = Unternehmensziel, Teilziele betreffen Bereiche oder Zeitabschnitte)
  • Ziele müssen schriftlich vorliegen (ohne schriftliche Ziele ist die Zielerreichung Zufall)
  • Teilziele müssen zum Erreichen der Oberziele beitragen
  • Ziele müssen so kommuniziert werden dass sie von möglichst allen akzeptiert werden.
  • Zielkonflikte lassen sich durch Einbindung aller Betroffenen vermeiden
  • Zielvereinbarungen sind öffentlich

2.  Machen Sie Erfolge sichtbar

 

Wenn Ziele erreicht wurden oder ein Ergebnis besonders gut war, reden Sie darüber mit ihren Mitarbeitern.

Erfolg motiviert!

Wenn es ganz besonders ist – feiern sie mit Ihren Mitarbeitern., das stärkt den  Zusammenhalt und vergessen sie dabei nicht die Familien ihrer Mitarbeiter.

Es ist eine hohe Motivation wenn Mitarbeiter der engsten Umgebung  zeigen können, dass sie  in der Arbeit ein wichtiger Teil des Erfolges sind – damit gewinnen sie   in anderen Bereichen Gewicht – wer will nicht wichtig sein – geben sie ihren Mitarbeitern dieses  Gefühl – es macht sich bezahlt.

3. Stellen Sie Anforderungen und sagen Sie es !

 

Wachsen kann man nur, wenn die Arbeiten schwieriger werden. Wenn Sie  Aufgaben verteilen achten Sie darauf, auch die Schwierigkeitsgrade für den MA richtig einzuschätzen.

Auch bei Routinen lässt sich immer etwas verbessern und sie bieten einen Ansporn.  Überlegen Sie Über– und Unterforderung, der von Ihnen Beauftragten, beides ist gleich schlecht. Ein unterforderter  Mitarbeiter wird sich fragen ob man ihm nicht mehr zutraut, ein Überforderter wird in Untätigkeit mit Ausreden verfallen.

Nützen sie fachlichen Ehrgeiz und nutzen sie Wissen und Erfahrungen aus Hobby und Freizeit Ihrer Mitarbeiter.

4. Visualisieren Sie !

 

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte ! – Auch wenn es ein Textplakat ist .

Was Ihnen wichtig ist hängen sie groß aus. Jeder der daran vorbeikommt wird dauernd daran erinnert –so können sie Mitarbeitern  zeigen worauf sie z. Z. Wert legen. Zusätzlich regen Sie  zum Nachdenken und zum Überprüfen des Verhaltens jedes Mitarbeiters an.

5. Lassen Sie Ideen zu!

 

 

Jeder Mitarbeiter  ist auf seinem Arbeitsplatz der Spezialist . Er weiß meist besser als Sie wie man Verbesserungen und Erleichterungen realisiert . Nicht immer  ist der Mitarbeiter  auf dem jetzigen Arbeitsplatz der beste Spezialist aber er hat Stärken die ihnen an anderer Stelle nützen – suchen sie die Stärken.  Wenn es komplexe Ideen sind geben sie den Mitarbeitern  die Grundlagen um z.B. mögliche Einsparungen zu rechnen und verwerfen Sie fremde Ideen  nicht sofort. Wenn sie öfter behaupten,  MA – Ideen sind Blödsinn, werden sie keine Ideen mehr bekommen !

Fragen Sie sich nie – warum ist mir das nicht aufgefallen – Sie sind für anderes verantwortlich und  nicht allwissend.

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