Veränderungen nicht scheitern lassen!

 Die Top 5 der Gründe für das Scheitern von Veränderungsprozessen.

Ziel von Veränderungen in Unternehmen ist es Potenziale zur Ressourcenoptimierung aufzuspüren und Vorschläge zu erarbeiten um diese Veränderungen wirtschaftlich sinnvoll zu implementieren.

Die im Focus stehenden technischen Optimierungen lassen sich in der betrieblichen Wirklichkeit nicht eindimensional umsetzen sondern erfordern mehrdimensionale Sichtweisen, um in der betrieblichen Alltagspraxis erfolgreich zu sein.

Immer dann wenn eingefahrene Wege verlassen werden, bieten sich Chancen aber auch die Gefahr des Scheiterns.

Patentrezepte für erfolgreiche Veränderungsprozesse gibt es nicht, wohl aber Fallstricke in großer Zahl, die es zu vermeiden gilt.

Rühren Sie nicht in allen Töpfen gleichzeitig sondern gehen Sie zielorientiert ihren Weg und nehmen Sie die Menschen in Ihrer Firma mit.

Top 1: zu viele Baustellen

Zu viele Baustellen werden gleichzeitig eröffnet und zu schnell bearbeitet.

Über 50% der Veränderungsinitiativen kommen ins Stocken oder laufen ins Leere, weil in zu vielen Baustellen gegraben wird. Die Verantwortlichen verzetteln sich, schlampen bei der Umsetzung, versuchen durchzupeitschen anstatt zu überzeugen.

Früher hat man in Jahresetappen gedacht, heute werden Unternehmen in sehr kurzen Zyklen umgebaut. Man ist der Meinung, dass Initiativen, die Abläufe verändern, Kundenbindung verbessern oder Innovationen vorantreiben, in Quartalsabständen erfolgen müssen.

Dieses Tempo hat Folgen: 80% der befragten Manager geben zu Ziele nicht erreicht zu haben. Sie scheitern nicht an Unwissenheit oder schlechter Projektvorbereitung, sondern einfach an den vielen gleichzeitigen Fronten.

Erfolgreiche Veränderungen, die nachhaltig wirken sollen, brauchen Zeit.

Trotz aller guten Vorsätze ist diese nötige Zeit nicht immer vorhanden, einmal sind es die Kunden, ein andermal die Eigentümer oder Behörden, die Änderungen rasch erzwingen.

Umso wichtiger werden Ziele und Kommunikation. 25% der Projekte scheitern wegen mangelnder Kommunikation.

Top 2: starre Zielvorgaben

Starre Zielsystem mit von oben vorgegebenen ritualisierten Soll-Ist-Vergleichen führen zu Frust. Die wesentlichen Ziele und Ideen für Veränderungen kommen weder von Außen (Berater) noch von „Oben“ (Unternehmensleitung) sondern aus dem täglichen Leben. Die Akzeptanz für Initiativen von „Innen“ ist wesentlich höher, bietet die Chance zu nachhaltigen Umsetzungen und dauerhaften Erfolg.

Top 3: wenig Mitarbeitereinbindung

Wenig Einbindung der Mitarbeiter bewirkt, dass diese Veränderungen ignoriert, boykottiert oder deren Notwendigkeit nicht eingesehen wird. Veränderungen schafft nur der der Verbündete hat. Auch wenn viele strategische und operative Ziele sinnvoll sind, müssen Schlüsselpersonen dafür begeistert werden- dann wird die Mannschaft mitgehen. Informelle Führer ( BR, Bereichs-, Abteilungsverantwortliche usw.)  frühzeitig in die Planung einzubinden macht sich bezahlt.

Top 4: Inkonsequenz

Inkonsequenz uns fehlende Härte in den Entscheidungen zu Umsetzungen konserviert Erbhöfe und zerstört das Vertrauen der Mitarbeiter in die Veränderungsfähigkeit der Firma. Mal hier etwas zu tun, mal da etwas anzugreifen bindet Kapazität ohne Ergebnisse.

Top 5: zu Tode gespart

Nur auf Sparen zu setzen statt Raum für kreative Lösungen zu geben, ist der Tod jedes Unternehmens. Veränderungen müssen, um erfolgreich zu sein, für alle Betiligten Vorteile bringen. Geld in Form von Prämien oder Gehaltserhöhungen eignen sich als kurzfristige Motivatoren meist nur bedingt. Weiterbildung, Selbstbestimmung bei der Tagesarbeit oder immaterielle Vorteile haben nachhaltigere Wirkungen bei Mitarbeitern.

Schlußwort

Um trotz permanenten Umbaus offen für Veränderungen zu bleiben, müssen Firmenleitungen mehr tun als laufend Initiativen zu verkünden. Um nach mehreren Projekten allen Beteiligten nicht die Lust auf Veränderungen gründlich auszutreiben und „Druck auf dem Kessel“ zu halten, sind kreative Ideen gefragt.

Nachdenken über eigene Stärken, das eigene Scheitern und die Fehler Anderer, das Vordenken von Plänen und Visionen, verhilft dazu eher als hektisches Tun.

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