Workshopkernthema: Prozesswissen

Bei der Umsetzung von Ressourceneffizienzpotenzialen ist es erforderlich, dass der Mitarbeiter die Notwendigkeit der Veränderung erkennt und aktiv mit seinem Wissen und den erworbenen Erfahrung unterstützt.

Die Problematik im heutigen Betriebsalltag ist der stark verdichtete Arbeitsalltag. Zusätzlich wird der zeitraum zur realisierung von Potenzialen immer kleiner. Die Agilität eines Unternehmens ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil geworden.

Beide Faktoren zusammen erzeugen einen Arbeitsalltag, der kaum zeitliche Freiräume lässt , um einen Blick über den Tellerrand der aktuell anstehenden Arbeit zu werfen. Geschweige denn Möglichekiten zur eigenen Kompetenzerweiterung aktiv zu suchen oder auch wahrzunehmen.

Wenn Mitarbeiter nicht bereit oder in der Lage sind über die engen Grenzen der betrieblichen Arbeitszeit hinaus Kompetenzen für die angestammten Arbeitsgebiete zu erweitern, nimmt daher Prozesswissen im Durchschnitt ab.

Für Betriebe ergeben sich daraus durch geschickte motivatorische und organisatorische Vorgehensweisen

  • innerbetriebliches Lernen als Arbeit anzuerkennen
  • außerbetrieblichen Wissenserwerb zu fördern
  • den Betrieb nutzvolle formale Weiterbildung anzuerkennen.

Bei allen im Betrieb angepeilten Massnahmen ist nicht das persönliche Konkurrenzverhältnis. sondern der Teamgedanke (= gemeinsam sind wir stärker) in die Überlegungen einzubinden.

Grundlage eines effektiven Engagements im betrieblichen Alltag und in Veränderungsprojekten ist das Prozesswissen.

Prozesswissen bedeutet in diesem Zusammenhang die inneren Abläufe und Einwirkungen einer Produktion zu durchschauen und ihre Abhängigkeiten und Konsequenzen für vor- und nachgelagerte Arbeitsbereiche zu erkennen.

Dieses „Wissen“ fußt auf zwei Grundlagen, einerseits der formalen Qualifikation und anderseits auf den Erfahrungen im Umgang mit der konkreten Anlagenkonfiguration und dem organisatorischen Umfeld.

Um Ressourcen einsparen zu können, ist es wichtig die aktuell eingesetzten Betriebsmittel in ihren Anwendungsbereichen und Wirkweisen ebenso zu kennen, wie deren Folgen für den Gesamtproduktionsprozess.

Für unser Thema bedeutet das, dass wir im ersten Schritt vertiefte Kenntnisse zu den aktuellen Ressourcen vermitteln müssen, um danach die Frage – was können wir besser machen/ einsparen – zu stellen.

Durch diese Vorgehensweise schlagen wir die einfachste Brücke zum Arbeitsgebiet eines konkreten beteiligen Mitarbeiters.

Dies ist entscheidend, weil wir seit langem wissen, dass Erwachsene anders lernen als Kinder, nämlich immer auf der Grundlage ihrer bisherigen Lebenserfahrungen.

Es wird auch zu prüfen sein, welches zielorientierte Wissen im Betrieb schon bei anderen Mitarbeitern vorhanden ist, aber noch nicht bei den entsprechenden Positionsinhabern angekommen ist.

Der angedeutete Analysenmix weist uns den möglichen Weg zum betrieblich angepassten Erfahrungs- und Wissenserwerb. Es erleichtert uns die Entscheidung – was können wir selbst und was müssen wir extern zukaufen.

Die Hintergrundinformationen zum Workshop werden bereits als eLearningtools zur Verfügung gestellt. Damit können die Workshopteilnehmer erfahren, dass eLearning mehr ist als „Lesen am Bildschirm“, aber auch kein Hexenwerk. Im Workshop geht es um die Lernbedarfsermittlung, die Konzeption eines Lernangebots und mögliche Lernumgebungen.

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